Ich wurde in Hamburg geboren und habe dort auch meine Kindheit verlebt. Nach dem Studium der Keramik an der Hochschule der Künste Berlin und dem Studium der Pädagogik in Berlin, war ich mehrere Jahre als Kunsterzieherin an Berliner Schulen tätig. Daneben war ich 2 Jahre Lehrbeauftragte an der Fachhochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik Berlin und hatte mehrere Lehraufträge für Lehrerfortbildung in den Bereichen Keramik und Raum- und Wandgestaltung.

 

Seit 1980 bin ich künstlerisch tätig mit Ausstellungen im In- und Ausland. Seit einiger Zeit widme ich mich ausschließlich meiner künstlerischen Arbeit. Ich arbeite abwechselnd in meinen Ateliers in Berlin, in der Uckermark und auf La Palma.

 

Ich lebe gern in und mit der Natur - und ich bin (skeptisch) fasziniert von Men­schen. Thema meiner Arbeiten ist daher oft der Mensch in seiner „Viel­schich­tigkeit", die mich zur Auseinandersetzung und deren künstlerischen Umsetzung an­regt. Dabei führt mich meine Arbeit zu humorvollen, auch ironischen Betrachtungen und Darstellungen des nicht perfekten Menschen, der menschlichen Schwächen, auch des menschlichen Eingebundenseins in gesellschaftlichen Strukturen. Ab­hängig­keiten von Obrigkeit, Herrschaft werden zum Beispiel durch skurrile, über­spitzte Darstellung in einigen Arbeiten "entmachtet".

 

So thematisiere ich in meinen Arbeiten das "Leben als Theater". Menschen allein, zu zweit, oder auch in Gruppen betrachten (amüsiert ?) das menschliche Spek­takel, wobei das Miteinander, das Gemeinsame manchmal fraglich, offen bleibt.

 

Insbesondere bin ich vom weiblichen Menschen fasziniert - allerdings nicht von der körperlichen Glattheit und langweiligen Schönheit vieler Darstellungen. Frauen verkörpern für mich mit ihrer Sinnlichkeit, ihrer Lebensfreude, ihrer runden Prallheit, viel mehr das menschliche Leben, wie ich es mir vorstelle, von dem ich träume.

 

Im Laufe der Zeit hat in meinen Arbeiten zunehmend ein träumerisches Element an Bedeutung gewonnen: "das Leben als Traum", oder "die Realität des Traumes". So thematisiere ich Zustände des Suchens, des "Ausschauhaltens", der Sehnsucht nach anderen Plätzen mit erhaltener Natur, aber auch nach nicht erkennbaren Welten, nach nicht deutbaren Horizonten. Dabei entstehen verfremdete mensch­liche Körper, Fabelwesen aus Traumwelten, das Surreal-Schwebende ....

 

Meine Arbeiten durchlaufen ständige Veränderungen. Ursprüngliche Vorstel­lungen werden verworfen, Neues entsteht, wird oft wieder verändert. Bei vielen meiner Skulpturen werden zum Beispiel Schichten übereinander und aneinander gesetzt, Material hinzugefügt, teilweise wieder weggenommen, Formen durch­brochen und aufgerissen. Ich lasse die Oberflächen meist rauh und gebe ihnen Strukturen. Helle, sanfte Farben stehen oft im Gegensatz zu rissigen und spröden Formen. Mit der durchscheinenden Farbgebung durch Oxyde, Engoben und Glasuren möchte ich die Struktur der Oberfläche und ihre Plastizität durch Schatten­wirkung betonen. Neuerdings gestalte ich meine Tonfiguren auch mit kräftigen, expressiven Farben.Die empfundene Vielschichtigkeit zeigt sich auch in meinen Bildern. Neben "reinen" Aquarellen, Acryl- und Ölbildern, entstehen oft Bilder mit unter­schiedlichen Malmitteln. Farbflächen werden übereinander aufgetragen, teilweise wieder entfernt, so daß sich das Bild im Verlaufe des Entstehens dauernd verändert, und auch in seiner endgültigen Form helle und dunkle, durch- scheinende und deckende, leuchtende und zarte, malerische und zeichnerische Bildelemente aufweist.